artbucher

Als Anhängerin des Jazz ist für Stephanie Bucher diese musikalische Stilrichtung mit ihren zahlreichen Facetten, ihren Ecken und Kanten, ihren rhythmisch herausfordernden Off-Beats und ihrem unstillbaren Verlangen nach Interpretation eines ihrer liebsten Forschungsobjekte. Zu zwei ausgewählten Kompositionen des französischen Jazz-Akkordeonisten Richard Galliano – „Opale Concerto“ und „Honey Fingers“ – schuf sie in Kooperation mit der Musikerin Ann-Sophie Bonnot eine Serie neuer Arbeiten. In ihrem Atelier in St. Quentin übersetzte die Malerin beim Spiel der Akkordeonistin die Klänge als synästhetische Wahrnehmung auf die Leinwand. Zwischen den einzelnen Sitzungen entwickelte Stephanie Bucher die Werke weiter, indem sie ihr Unterbewusstsein befragte. Das Ergebnis: „Die Arbeit mit der Musik ermöglicht mir eine neue Freiheit in Bezug auf die Technik der Malerei. Ich erlebe die Klänge sehr körperlich und setze sie mit den Farben im Bild zu einer Art Partitur zusammen.“